Die Europameisterschaft sollte ein Highlight in der noch jungen Karriere von Kevin und Philipp werden.
Am frühen Morgen war das erste Training auf der schlammigen Piste in Wohlen.
Nach nur vier Runden war dies jedoch für uns schon vorbei. Die Kette sprang dank einem verklemmten Stein über das Ritzel hinaus und brach zugleich noch einen Zahn ab.
Als wir das Motorrad abdampfen wollten, drückte ein Solofahrer nach dem anderen nach vorne und nahmen sich alle Zeit der Welt um ihr Motorrad zu putzen. Es zeigte sich gut, wieso wohl die meisten Solofahrer keine Teamsportler sind. Nicht einmal für drei Minuten konnten sie eine Düse freigeben damit wir die Kette vom Schlamm hätten befreien können. Nein zum Besten gab es noch Sprüche wie "Ich habe auch noch 3 Läufe am Nachmittag". Zurück beim Wohnmobil hatten wir noch eine halbe Stunde um den Schaden zu beheben.
In Eile wurde das ganze Repariert und wir waren bereit für das Zeittraining.
Mit einer schnellen Runde fuhren wir auf den 14. Startplatz.
Im ersten Lauf waren wir auf der 15 Stelle nach dem Start. Wir kämpften uns auf den 12 Platz nach vorne und waren kurz darauf in einen Auffahrunfall verwickelt. Schlussendlich beendeten wir den Lauf auf der 19. Position.
Der zweite Lauf war für uns eine kurze Sache. Nach nur 300m war dieser auch schon vorbei. Ein neben uns fahrendes Gespann riss uns den Kupplungshebel bündig weg.
Im dritten Lauf wollten wir unseren Fans noch zeigen was wir können. Mit Vollgas ging es los. In der ersten Kurve war dann auch wieder Schluss. Wieder hatte sich ein Motorrad in den tiefen Rillen verfangen, ausweichen unmöglich!!
Als 35 ging es dann wider los. Wir kämpften uns auf den 20 Platz vor und waren eigentlich zufrieden.
Als die Rangliste kam, gab es schon den nächsten dämpfer. Die Zeitmessung machte Probleme und wir wurden anscheinend in der letzten Runde noch von 9 Teams überholt, obwohl niemand an uns vorbeigefahren war. Fazit daraus, statt Platz 20, Platz 29 dank einem Fehler der Zeitmessung.
Ist es wohl ein Fluch von Wohlen der uns nun schon über drei Jahre mit sich nimmt oder ist es nur Pech? Wir wissen es nicht, jedoch wissen wir, dass wir niewieder so ein Wochenende erleben möchten.

Wir möchten uns noch bei allen Helfern, Fans, Mechaniker und Betreuer bedanken, ohne Sie wäre es nicht möglich gewesen im dritten Lauf noch zu Starten. Vielen herzlichen Dank

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